Gottesdienst am 1. Sonntag nach Epiphanias

Musik

Votum

P       Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

G      Amen.

Freie Begrüßung

Liebe Gemeinde

ich begrüße Sie zu diesem Gottesdienst am 1. Sonntag nach Epiphanias

Wochenspruch: (Römer 8, 14)

Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder

Lied EG 449,1+4 Die güldne Sonne 

Confiteor

Wir sind heute zusammen gekommen,  - so wie wir sind:

Manchmal beschwingt uns der frische Wind der Hoffnung,

manchmal fehlt uns fast die Luft zum Leben.

Es gibt Zeiten, in denen wir uns getragen und geborgen fühlen,

und andere,

da sind wir wie ein Kind ohne Vater und Mutter.

Wie wir sind, dürfen wir zu Gott kommen.               

Ihm bringen wir unseren Dank,                                                                                 

ihm klagen wir unsere Ängste und Sorgen                                                              

ihm bekennen wir unsere Schuld.

Lasst uns das in der Stille tun.

Stille

Wir bitten Gott um sein Erbarmen und sprechen:

Gott, sei mir Sünder gnädig.

G      Der allmächtige Gott erbarme sich unser,

er vergebe uns unsere Sünde

und führe uns zum ewigen Leben. Amen

Gnadenzuspruch

 

Der allmächtige Gott hat sich unser erbarmt.

Er hat uns das Leben gegeben,

und er hat uns seinen Sohn geschenkt,

damit wir Leben in Fülle haben.

Wer das glaubt und getauft ist, der wird selig werden.

Das verleihe Gott uns allen.

 

L:      (Darum:) Lobe den Herren meine Seele,

         und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.

G:     Der dir alle deine Sünde vergibt,

         und heilet alle deine Gebrechen,

der dein Leben vom Verderben erlöst,

der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit

 

Glorialied EG 697 x 2 Meine Hoffnung und meine Freude 

 

Kollektengebet

 

Gott, himmlischer Vater,

du hast Jesus bei seiner Taufe als deinen ewigen Sohn offenbart.

Uns hast du in der Taufe als deine Kinder

angenommen und mit deinem Geist beschenkt.

Lass uns dieses Geschenk jeden Tag erkennen

und in kindlichem Vertrauen auf dich leben.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.Amen.

 

Lesung

 

Das Evangelium steht bei Matthäus im dritten Kapitel

 

Jesu Taufe

Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes,                                                                                 

dass er sich von ihm taufen ließe.

 

Aber Johannes wehrte ihm und sprach:                           

Ich bedarf dessen,                                                   

dass ich von dir getauft werde,                                 

und du kommst zu mir?

 

Jesus aber antwortete und sprach zu ihm:                                                   

Lass es jetzt zu!                                                                                                    

Denn so gebührt es uns,                                 

alle Gerechtigkeit zu erfüllen.                                    

Da ließ er's ihm zu.

Und als Jesus getauft war,                                    

stieg er alsbald herauf aus dem Wasser.                                             

Und siehe,                                                                    

da tat sich ihm der Himmel auf,                                                                         

und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren                                                               

und über sich kommen.

 

Und siehe,                                                                                                                       

eine Stimme aus dem Himmel sprach:                                                                                         

Dies ist mein lieber Sohn,                                                                                          

an dem ich Wohlgefallen habe.

 

Glaubensbekenntnis

 

Lied EG 441, 1-5 Du höchstes Licht, du ewger Schein

Melodie All Morgen ist ganz frisch und neu EG 440

 

Predigt

 

Den Predigttext steht im Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom, im 12. Kapitel.

 

Ich ermahne euch durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer,

das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist.

Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.

 

Und stellt euch nicht dieser Welt gleich,

sondern ändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes,

damit ihr prüfen könnt,

was Gottes Wille ist,

nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

Denn ich sage durch die Gnade,

die mir gegeben ist,

jedem unter euch,

dass niemand mehr von sich halte, als sich's gebührt zu halten, 

sondern dass er maßvoll von sich halte,

- ein jeder,

wie Gott das Maß des Glaubens ausgeteilt hat.

 

Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben,

aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben,

so sind wir viele ein Leib in Christus,

aber untereinander ist einer des andern Glied, 

und haben verschiedene Gaben nach der Gnade,

die uns gegeben ist.


Ist jemand prophetische Rede gegeben,

                       

so übe er sie dem Glauben gemäß.

Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er.

Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er.

Ist jemand Ermahnung gegeben,

so ermahne er.

 

Gibt jemand,

so gebe er mit lauterem Sinn.

Steht jemand der Gemeinde vor,

so sei er sorgfältig.

Übt jemand Barmherzigkeit, so tue er's gern.

 

Gott schenke uns ein Herz für sein Wort und ein Wort für unser Herz.

 

Unser Leben soll Gott wohlgefällig sein,

schreibt Paulus.

 

Und ich überlege,

woran Gott wohl Gefallen hat.

 

Da fällt mir eine ganze Menge ein:

Gott hat Gefallen am Licht.

Das weiß ich,

denn das hat Gott zuerst geschaffen.

 

Und Gott hat Gefallen,

wenn alles einen guten Platz hat.

Hier das Licht, da die Finsternis.

Hier der Himmel, da die Erde.

Hier das Meer, da das Festland.

 

Gott hat Gefallen an den Himmelskörpern,

an Sonne, Mond und Sternen,

dem Kreuz des Südens,

an der leuchtenden Venus am Abendhimmel,

am Saturn mit seinen Ringen,

an der leuchtenden Milchstraße.

 

Gott hat Gefallen an all dem Grün,

das emporsprießt.

Basilikum, Schnittlauch, Winterweizen,

Farn und Klee.

Und an den Christrosen,

die mag Gott besonders gern.

 

Gott hat Gefallen an den Ameisen,

auch wenn er ihnen tausendmal sagt,

sie sollen nicht unter die Steinplatten

auf den Terrassen klettern,

und sie machen es doch.

 

Gott hat Gefallen an Bienen und Chamäleons,

an Mistkäfern, die Kugeln vor sich herschieben,

an Regenwürmern, Eidechsen und Laubfröschen.

 

Sogar an Krokodilen hat Gott Gefallen,

und an Schlangen,

obwohl er mit ihnen eine schwierige Geschichte hat,

aber vergeben und vergessen.

 

Gott hat Gefallen an Papageien und Kolibris,

an Amseln, Eichelhähern und Störchen.

Gott hat Gefallen an Kühen und Ziegen

und Schafe liebt er sehr,

ebenso Esel.

 

Gott hat Gefallen an Affen, Elefanten, Zebras, Dackeln,

und ich bin mir hundertprozentig sicher:

auch an Katzen.

 

Allerdings hat Gott keinen Gefallen daran,

dass ihm all das nur allein gefällt,

und deshalb hat er Gefallen am Menschen.

 

Wohlgefällig schaut Gott auf sein Ebenbild,

auf Ackermänner, Apothekerinnen, Altenpfleger,

Augenoptikerinnen, Autoverkäufer,

Azubis, Arbeitssuchende, Asylbewerberinnen, -

Und das ist nur das was mir spontan zu „A“ eingefallen ist.

Sie dürfen heute Nachmittag gern das ganze Alphabet durchbuchstabieren J   

 

Wohlgefällig schaut Gott auf seine Ebenbilder

alle anders,

alle begabt,

alle zum Hin- und Weglieben.

 

Besonders die Alten mit ihren Falten,

die schon so viel erlebt haben,

und die Kinder,

die so hingebungsvoll spielen,

die gefallen Gott wohl sehr.

 

Gott hat Wohlgefallen an den Menschen,

wenn sie träumen und ihre Träume realisieren,

wenn sie sich mühen und scheitern

und es neu versuchen,

und bei all dem lassen sie sich nicht davon abbringen,

Gott zu loben.

 

Sie können die Sterne am Himmel nicht zählen

und nehmen es als Zeichen für die überreiche Gnade Gottes.

 

Sie streiten mit Gott und versöhnen sich,

fordern und kämpfen um seinen Segen.

Sie verirren sich auf dem Weg ins gelobte Land

bleiben 40 Jahre in einer Wüste,

die man in vier Wochen durchqueren kann,

und danach erzählen sie von all den Wundern,

die sie erlebt haben.

 

Sie tapsen tollpatschig durch ihr Leben

und wenn sie stolpern,

fallen sie Gott in die Arme.

 

Sie fürchten sich vor Krankheit und vor der Zukunft,

aber wenn einer sagt: Bitte, hilf mir! –

holla die Waldfee, dann sind sie da.

 

Gott hat Gefallen an den Menschen,

denn sie bitten und geben.

Sie tun auf dem, der klopft.

Sie verlieren und suchen,

sie suchen und finden,

sind barmherzig dann und wann –

wenn sie es nur noch ein bisschen öfter wären!

 

Gott hat Gefallen an den Menschen mit ihren Körpern,

an der runzeligen Haut der Neugeborenen,

an stämmigen Beinchen,

an zarten Ärmchen,

an Sommersprossen,

an schlaksigen Körpern der Pubertierenden,

dann wenn nicht zusammenpassen will.

 

Gott hat auch Gefallen an den paar Pfunden zu viel,

an der Narbe auf dem Bauch,

an kahlen Köpfen, gebeugten Rücken,

zahllosen Falten,

an dem Blick in den Spiegel.

Gott hat Wohlgefallen an seinem Ebenbild.

 

Gott hat Wohlgefallen an dem,

der sich im Jordan hat taufen lassen

und an all denen,

die über Taufbecken getauft wurden

oder schnell am Wochenbett,

Gott hat Gefallen an uns.

 

Und Gott gefällt es wohl,

wie wir uns mühen mit unseren geschundenen Körpern,

mit unseren vernarbten Seelen,

ein Leben zu führen,

das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei,

jede und jeder auf ihre eigene Art.

 

Gott gefällt es,

wie wir uns in Gemeinden zusammentun,

auch wenn er sich das am Anfang so nicht gedacht hatte.

Katholisch, evangelisch,

die ganzen verschiedenen Landeskirchen,

Ämter, Dienste, Dekanate.

Vermutlich ist Gott manchmal ein bisschen irritiert deswegen,

und fragt sich ob es so viele Vorgesetzte in seiner Kirche braucht und Rechtssammlungen

aber letztendlich gefällt es Gott wohl,

wie wir unsere Gaben zusammenlegen.

 

Die, die gut mit Finanzen und Rechtsfragen umgehen kann

und der, der so wunderschön Orgel spielt.

Die, die aus der Bibel liest,

als wäre es ihre eigene Geschichte,

der, der für jeden ein offenes Ohr hat,

die, die immer da ist, wenn man jemand braucht.

Der, der einfach so seinen freien Tag gibt,

sich um die Technik kümmert und zwei Gottesdienste aufnimmt,

und der, der sie mühevolle Kleinarbeit sorgfältig bearbeitet

 

Der, der in jeder noch so schwierigen Situation

etwas Positives findet,

und die, die an der Welt leidet und an sich selbst

und die anderen dadurch erinnert,

dass noch etwas zu tun ist,

dass Helfen und Heilen heute so wichtig ist wie eh und je.

 

Gott gefällt es,

wenn wir mit den Fröhlichen lachen und feiern,

wenn wir mit den Traurigen weinen, ihre Klage hören

die Tränen trocknen

wenn wir Anteil nehmen an Freud und Leid des anderen

und füreinander beten

 

Gott hat Wohlgefallen an uns,

hat Gefallen daran, wie wir wohlgefällig sind.

 

Wie wir Freude haben an dem,

was Gott geschaffen hat,

dem Sternenhimmel und dem Schnee,

der Christrose und der Kohlmeise,

an dem Menschen in seiner Vielfalt.

 

Gott gefällt es wohl,

wie wir Wunder entdecken,

mit Wohlgefallen den anderen begegnen,

uns streiten und versöhnen,

zusammenarbeiten und zusammenhalten

wie wir Gott dienen

mit unseren zerbrechlichen Körpern,

wohlgefällig, lebendig, heilig. Amen.

 

Lied EG 209, 1-4 Ich möcht‘, dass einer mit mir geht  

 

Abkündigungen

 

Liebe Gemeinde, folgende Informationen will ich an sie weitergeben:

Am 1. Sonntag nach Epiphanias ist die Kollekte für die Kirchenmusik in unserer Gemeinde.

Konkret geht es um die Anschaffung eines Mikrophones,                                                                               

damit Klavier und Gesang beim Zoom Gottesdienst möglichst gut zur Geltung kommt.                                                                                            

Mit dem Spendenportal Twingle haben Sie eine sichere und bequeme Möglichkeit,                                                                                

wie Sie eine Online Kollekte geben können.                                           

Bitte unterstützen Sie die Kirchenmusik und / oder auch für die Eigene Gemeinde.                                                      

Herzlichen Dank für Ihre Kollekte

Den Link zu Twingle finden Sie auf der Homepage

oder hier: https://spenden.twingle.de/katharina-von-bora-gemeinde-coburg/elkb/tw5faaa585f0ba1/page

 

Am kommenden Sonntag feiern wir Gottesdienst um 10.00 Uhr.

Der dreieinige Gott segne unsere Gemeinde und alle ihre Glieder nach dem Reichtum seiner Gnade. Amen

 

Lied EG 572, 1+3+4 Herr, wir bitten, komm und segne uns 

 

Fürbitten

 

Barmherziger Gott,

 

Das Herz ist uns schwer von so vielem,

was in diesen Tagen in der Welt geschieht

und uns umtreibt:

 

Die anscheinend ungebremste Verbreitung eines mutierten Virus-Stammes in Südafrika und England; unfassbare Szenen,

als ein wütender Mob das Parlament der USA stürmt;

die Unsicherheit, welche die Folgen der Feiertage für die Entwicklung der Ansteckungen haben;

 

der bittere Streit über die Beschaffung von Impfstoff;

die Verzweiflung der Menschen,

die in Krankenversorgung und Pflege schon so lange über ihre Kräfte hinaus arbeiten

und nun einer Verschärfung der Situation entgegensehen;

und all die andere Not,

die durch die Pandemie entstanden ist oder verschlimmert wird.

 

Dazu so viel Kummer und Leid in vielen Familien:

die Sorge, im Windschatten von Corona unbemerkt abgeschoben zu werden,

Krankheit, der Tod eines geliebten Menschen.

 

Wir beten heute besonders für eine Familie,

deren einjährige Tochter heute plötzlich verstorben ist.

Ich vertraue darauf,

 dass es so ist wie es ihr Onkel in Worte gefasst hat:

'Wir gehören zu Gott und kehren zu ihm zurück,

zur Gnade Gottes ist sie gegangen.'

 

Ich bitte dich,

nimm sie als dein Kind in Gnaden bei dir auf,

halte sie geborgen sie in deinen Armen,

führe sie zum ewigen Leben.

Lass ihr dein ewiges Licht leuchten.

 

Steh den Eltern und den älteren Geschwistern bei,

höre ihre Klage,

trockne ihre Tränen,

schenke ihnen Geduld.

Sende deine Engel, diese Familie auf dem Weg der Trauer zu begleiten,

schenke ihnen Trost, Kraft und deinen Segen.

 

Ich bete auch für die Tante und den Onkel des Mädchens,

die ihr erstes Kind erwarten.

Lass nicht zu, dass die werdende Mutter und das ungeborene Kind durch den schmerzlichen Verlust Schaden nehmen an Leib und Seele.

Segne und behüte sie.

 

Barmherziger Gott,

wir danken dir,

dass wir in deine guten Hände legen dürfen,

was uns zu viel wird.

 

Du hilfst tragen

und wir vertrauen darauf,

dass auch die größte Not

in deiner Liebe und Treue geborgen ist.

Wende zum Guten, was ausweglos erscheint

 

Danke,

dass du auch unsere Befürchtungen und Sorgen hörst und sie uns tragen hilfst. Amen

 

Vaterunser

 

Segen

 

Musik